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Besuch aus Rumänien -
Herzlichen Dank allen Mitgliedern des TC Zornheim!

Pfarrer Daniel Butnaru bedankte sich persönlich beim TC Zornheim für die im letzten Jahr versandte Tennis-Spende nach Negru-Voda in Rumänien. „Ich konnte mir einen Riesentraum erfüllen und den Kindern unserer kleinen Gemeinde Tennis-Training geben!“ Hierbei wies er auf die Freundschaft mit unserer Spielerin Carmen Deunert hin, durch deren Zusammenarbeit mit Sportwartin Andrea Ausserlechner die außergewöhnliche Spendenaktion mit großem Erfolg durchgeführt werden konnte. An dieser Stelle auch noch einmal herzlichen Dank allen, die sich hieran beteiligten.

Dass Pfarrer Daniel ein sehr guter Tennisspieler ist, konnte er auf unserer Anlage beweisen. In der anschließenden Gesprächsrunde stellte sich heraus, dass er nicht nur in Negru-Voda, einer Gemeinde mit 6.500 Einwohnern, den Gottesdienst hält und sich um die Gläubigen kümmert, sondern er arbeitet zudem, auch um sein Gehalt ein wenig aufzubessern, noch als Freskenmaler in Rumänien und den angrenzenden Ländern, wobei er teilweise eigene Entwürfe realisiert.

Als unsere Spende eintraf, entwickelte sich ein weiteres Betätigungsfeld für ihn, auf das er schon immer gehofft hatte: Er konnte nun endlich Kinder im Tennis unterrichten. Aber alles nicht so einfach, wie es sich anhört. Zunächst einmal mussten die Tennisutensilien (mehrere große Pakete) gelagert werden. In einem Nebenraum der Kirche fand er den nötigen Platz und sortierte schon einmal Schläger, Kleidung und Taschen. Anschließend berichtete er in den örtlichen Schulen über die Zornheimer Spende und lud die Kinder zum Training ein. Spontan sagten zunächst nur fünf KIds zu, aber schon in wenigen Wochen hatte Pfarrer Daniel die Trainingsgruppe auf 30 Kinder erhöhen können und damit seine Kapazitätsgrenze erreicht. „Die Kinder sind begeistert und ziehen voll mit! Und ihre Freizeit hat eine sehr wertvolle Ergänzung erhalten!“ Im Sommer wird auf einem einzigen Platz trainiert, im Winter in einer kleinen Schulsporthalle.

Auf die Frage, welcher Wunsch evtl. noch erfüllt werden könnte, meinte er bescheiden, dass ein Bespannungsmaschine toll wäre, denn dann brauchte er die Schläger nicht für viel Geld in Constanza in ca. 50 km Entfernung bespannen zu lassen. O er denn die Technik beherrsche, meinter er nur, dass er das auch ganz sicher irgendwie hinbekäme. Und wir glauben ihm! Und wünschen allen Tenniskindern in Negru-Voda viel, viel Spaß mit und um den Tennisball – und Pfarrer Daniel weiterhin die positive und zuversichtliche Dynamik, die ihn so auszeichnet!

Noch einige kurze Hinweise

Pfarrer Daniel ist 45 Jahre alt und hat zwei Töchter. Negru-Voda liegt in Rumänien südlich von Constanza und 30 km vom Schwarzem Meer entfernt. Viele Männer arbeiten in den dortigen Werften, die Frauen vielfach in den Sommermonaten in der Hotellerie, wobei vor Ort insgesamt eine hohe Arbeitslosenquote besteht. Ein Lehrer dort verdient dort etwa 600-700 Euro bei nahezu gleichen Preisen wie bei uns, ein Rentner muss mit 200 bis 300 Euro auskommen. 87 % der Bevölkerung gehören der rumänisch-orthodoxen Kirche an und besuchen häufig den Gottesdienst. Unser TC-Mitglied Carmen Deunert wurde in Constanza geboren und fungierte als Initiatorin, als Bindeglied zu unserem Tennisclub, als Gastgeberin für Pfarrer Daniel und als Dolmetscherin. Die Teilnehmer der Gesprächsrunde, hierunter zwei Vertreter der Presse, wurden mit leckeren Speisen, von Andrea Ausserlechner und Jutta Wetschek wieder wunderbar zubereitet, verwöhnt.

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